Image-Coaching: Für ein stilvolles Auftreten

Der Begriff Coaching erlebt zur Zeit einen bemerkenswerten Boom. Es gibt kaum einen Bereich des Lebens mehr, für den es nicht auch den passenden Coach gibt. Da tummeln sich Bewerbungs-Coaches, Fitness-Coaches, Beziehungs-Coaches und Business-Coaches, um nur ein paar aus der großen Vielfalt herauszugreifen. Was damit jeweils gemeint ist, kann jeder für sich selbst entscheiden, denn die Bezeichnung Coach ist nicht geschützt. Apotheker oder Rechtsanwälte müssen bestimmte Prüfungen ablegen und andere Voraussetzungen erfüllen, um sich so nennen zu dürfen. Coach darf sich jeder nennen. Daher auch die große Vielfalt und die große Verwirrung.

Seit einiger Zeit nun gibt es auch das Image-Coaching. Was ist darunter zu verstehen? Es geht im weitesten Sinne um eine Beratung in Sachen Image. In unserer Gesellschaft zählt der Schein oft mehr als das Sein, und der erste Eindruck ist enorm wichtig, um beim Gegenüber die gewünschte Reaktion zu erzielen. Bei einem Vorstellungsgespräch etwa, oder bei einem Verkaufsgespräch. Wenn das Image des Bewerbers respektive des Verkäufers hier nicht stimmt, dann wird das Gespräch vermutlich nicht den gewünschten Ausgang nehmen. Also ist es wichtig, einen möglichst guten Eindruck beim Gesprächspartner zu hinterlassen.

Das beginnt bei Äußerlichkeiten: Gepflegte Haare und Fingernägel etwa. Saubere Kleidung und blank polierte Schuhe gehören ebenfalls dazu. Ergänzt werden diese sichtbaren Elemente durch Faktoren wie gutes Benehmen, eine angenehme Sprechweise, aufmerksames Zuhören und ähnliches. Ein einzelnes dieser Elemente verspricht noch keinen Erfolg, doch in der Summe hinterlassen sie beim Gesprächspartner ein gutes Bild, und damit ein gutes Gefühl. Und wenn der künftige Arbeitgeber oder der potenzielle Kunde ein gutes Gefühl hat, dann wird er dem Bewerber oder Verkäufer positiver und aufgeschlossener gegenüberstehen. Die Grundvoraussetzung für das Gelingen von Kommunikation. Die Inhalte spielen dann eher eine untergeordnete Rolle. Das kennt vermutlich jeder von sich selbst: Menschen gegenüber, die man mag, und die von Anfang an einen positiven Eindruck hinterlassen haben, ist man milder in seinen Urteilen, man lässt ihnen sozusagen mehr durchgehen und sieht über die eine oder andere Unzulänglichkeit leichter hinweg. Wenn jemand hingegen von vornherein ungepflegt und schmuddelig wirkt, unfreundlich oder gar patzig antwortet, dann verspielt er in Sekundenschnelle unser Wohlwollen.

Eigentlich ist das recht logisch. Dennoch geben viele Menschen nicht immer ein optimales Bild von sich ab. Das liegt daran, dass es nicht immer so ganz einfach ist, sich selbst objektiv zu sehen. An dieser Stelle kommt der Coach ins Spiel. Er ist dafür da, dem Klienten einen menschlichen Spiegel vorzuhalten. Er gibt ein ungeschminktes Feedback ab, spricht die Probleme an und hilft dem Klienten dabei, diese zu beheben. In der gemeinsamen Arbeit kann der Klient so genau das Image für sich entwickeln, das er nach außen hin zeigen möchte. Er lernt, nicht nur die genannten Äußerlichkeiten zu beeinflussen, sondern erhält vom Coach auch detaillierte Rückmeldungen, wie seine persönliche Art auf andere wirkt. Spricht er laut oder leise? Wie wirkt der Tonfall? Macht er einen sympathischen Eindruck und wirkt er interessiert an seinem Gesprächspartner? All diese Dinge kann man lernen, der Coach hilft dabei.

Foto © Gaby Stein  / pixelio.de

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