“Surfen ohne Risiko”

Datenschutz ist immer wieder ein diskussionsreiches Thema in der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik. Dabei steht vor allem das Internet im Zentrum der Kritik, das immer undurchsichtiger und größer zu werden scheint und dadruch jede Menge Raum für kriminelle sowie schädliche Machenschaften bietet. So schnell wie sich die digitale Welt entwickelt, ist es sehr schwer mitzukommen. Das gilt vor allem für jene, die sich dem Schutz der Internetnutzung verschrieben haben. Meist laufen sie den Dingen hinterher und können in der Regel nur reagieren statt zu agieren. So versucht jetzt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Kinder unter der Leitung von Bundesministerin Kristina Schröder (CDU) Kinder verstärkt vor den negativen Seiten des Internets zu schützen. Zu diesem Zweck soll in Zukunft ein Internet-Schutzzentrum Kinder vor Missbrauch und Mobbing im Netz schützen. Das Schutzzentrum soll in Zusammenarbeit mit der Internetwirtschaft sowie Kinderschutzinitiativen betrieben werden und vor allem Präventionsarbeit leisten, um die zunehmende Bedrohung des Cybermobbing und der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen im Internet einzudämmen. In diesem Jahr wurde das Thema des virtuellen Mobbings erstmals präsent, als sich Jugendliche versuchten, aufgrund diverser Verbal-Attacken und Verunglimpfungen, die von Mitschülern über das Internet verbreitet wurden, das Leben zu nehmen.

Mit der neuen Schutzoffensive sollen unterschiedliche Maßnahmen für mehr Schutz sorgen, die aber nicht alle neu sind: ein zentraler Notrufbutton soll Kindern und Jugendlichen mit nur einem Klick die Möglichkeit geben, Hilfe und Beratung im Internet zu erhalten, falls sie auf Internetseiten mit bedrohlichen Inhalten stoßen sollten. Neu ist die Idee nicht: sie wurde schon 2009 vom Bund der Deutschen Kriminalbeamten vorgeschlagen und stark wegen der Gefahr des Missbrauchs kritisiert. zudem gibt es schon seit langem eine Internet-Beschwerdestelle, die auch für Kinder und Jugendliche genutzt werden könne. Ergänzend plant die Ministerin eine technisch sicheren Surfraum für Kinder. Schon jetzt gibt die Internet-Seite des Ministerium zahlreiche Informationen zur kindgerechten Nutzung des Internets. Foto : © Rainer Sturm  / pixelio.de 

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